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Fälligkeiten 2026 Einkommen- und Körperschaftsteuer Gewerbesteuer

Steuervorauszahlung 2026 · Termine, Höhe, Rechner

Steuervorauszahlung: was sie ist, wer sie zahlt und wann sie fällig ist

Eine Steuervorauszahlung ist eine Abschlagszahlung auf die Steuer des laufenden Jahres. Selbstständige, Gewerbetreibende, Vermieter und Rentner mit steuerpflichtigen Einkünften zahlen die Einkommensteuer viermal im Jahr voraus: am 10. März, 10. Juni, 10. September und 10. Dezember (§ 37 EStG).

  • Mindestbetrag400 € / Jahr
  • je Terminab 100 €
  • Gewerbesteuer15.2. · 15.5. · 15.8. · 15.11.
  • Zinsen bei Nachzahlung0,15 % / Monat

Fachlich geprüft am 14.10.2026 · Redaktion Steuer-Vorauszahlung.de · Werte gegen Gesetzestext und amtliche Statistik abgeglichen

Selbstständige am Schreibtisch mit Unterlagen und Laptop

Termine 2026

  1. 16.02.2026 Gewerbesteuer 1/2026
  2. 10.03.2026 Einkommen- und Körperschaftsteuer 1/2026
  3. 15.05.2026 Gewerbesteuer 2/2026
  4. 10.06.2026 Einkommen- und Körperschaftsteuer 2/2026
  5. 17.08.2026 Gewerbesteuer 3/2026
  6. 10.09.2026 Einkommen- und Körperschaftsteuer 3/2026
  7. 16.11.2026 Gewerbesteuer 4/2026
  8. 10.12.2026 Einkommen- und Körperschaftsteuer 4/2026

Vorauszahlung berechnen

Erwartete Einkünfte eintragen: Rate je Termin, Jahresbetrag und Abgleich mit deinem Bescheid. Tarif 2024, 2025, 2026 nach § 32a EStG.

€
Gewinn, Mieteinkünfte, Rente, Lohn: Summe aller Einkünfte
€
Vorsorgeaufwendungen, Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen
€
Lohnsteuer oder Kapitalertragsteuer, die bereits abgezogen wird
€
Nur für Gewerbetreibende: für die Anrechnung der Gewerbesteuer nach § 35 EStG
%
Nur relevant mit gewerblichem Gewinn
€
Aus deinem Vorauszahlungsbescheid, 0 wenn keiner vorliegt
Vorauszahlung je Termin2.814,00 €ESt 2.814 € + Soli 0,00 €
Im Jahr 202611.256,00 €vier Raten zum 10.3., 10.6., 10.9., 10.12.
Zurücklegen pro Monat938,08 €18,76 % deiner Einkünfte
Grenzsteuersatz36 %auf die nächsten 100 € Einkommen
So entsteht die Vorauszahlung
Erwartete Einkünfte 202660.000 €
− Sonderausgaben und andere Abzüge8.000 €
Zu versteuerndes Einkommen52.000 €
Einkommensteuer nach § 32a EStG (Grundtarif)11.257 €
Einkommensteuer-Vorauszahlung im Jahr11.257 €
+ Solidaritätszuschlag0,00 €
Vorauszahlungen gesamt11.257,00 €
Termine 2026 (§ 37 Abs. 1 EStG)
TerminFällig amBetrag
1. RateDienstag, 10.03.20262.814,00 €
2. RateMittwoch, 10.06.20262.814,00 €
3. RateDonnerstag, 10.09.20262.814,00 €
4. RateDonnerstag, 10.12.20262.814,00 €

Das Finanzamt verlangt bei diesen Zahlen viermal 2.814,00 €. Das sind 18,76 % deiner erwarteten Einkünfte.

Wenn der Gewinn anders ausfällt
Einkünfteje Terminim Jahr
42.000 € (70 %)1.343,00 €5.372,00 €
51.000 € (85 %)2.043,00 €8.172,00 €
60.000 € (100 %)2.814,00 €11.256,00 €
69.000 € (115 %)3.655,00 €14.620,00 €
78.000 € (130 %)4.566,00 €18.264,00 €

Mit Splittingtarif (Zusammenveranlagung, gleiche Einkünfte) lägen die Vorauszahlungen bei 6.234,00 € im Jahr.

Rechenweg Schritt für Schritt
  1. Zu versteuerndes Einkommen: 60.000 € Einkünfte minus 8.000 € Abzüge = 52.000 €.
  2. Tarif 2026: Grundfreibetrag 12.348 €, Formel nach § 32a Abs. 1 EStG = 11.257 € Einkommensteuer.
  3. Solidaritätszuschlag: Einkommensteuer 11.257 € liegt unter der Freigrenze von 20.350 €, kein Soli.
  4. Raten: 11.257 € ÷ 4 = 2.814 € Einkommensteuer je Termin (auf volle Euro abgerundet), dazu 0,00 € Soli. Mindestgrenzen von 400 € im Jahr und 100 € je Termin sind erreicht.

Ergebnis als Link teilen Weitere Rechner für Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und Umsatzsteuer.

Wer Steuervorauszahlungen leisten muss

Vorauszahlungen trifft alle, bei denen keine Steuer an der Quelle einbehalten wird oder der Abzug nicht reicht. Das Finanzamt setzt sie fest, sobald der letzte Bescheid eine Steuer von mindestens 400 € im Jahr ergeben hat.

Selbstständige und Freiberufler

Auf Honorare und Gewinne zieht niemand Lohnsteuer ab. Die Einkommensteuer kommt deshalb viermal im Jahr als Vorauszahlung, im ersten Jahr nach den Angaben im Fragebogen zur steuerlichen Erfassung.

Gewerbetreibende

Zusätzlich zur Einkommensteuer zahlen sie Gewerbesteuer an die Gemeinde, sobald der Gewerbeertrag den Freibetrag von 24.500 € übersteigt. Über § 35 EStG wird sie größtenteils auf die Einkommensteuer angerechnet.

Vermieter

Mieteinnahmen nach Abzug von Zinsen, Abschreibung und Kosten erhöhen das Einkommen. Führt das regelmäßig zu Nachzahlungen, setzt das Finanzamt Vorauszahlungen fest, auch bei Arbeitnehmern.

Rentner mit Nebeneinkünften

Auf Renten wird keine Lohnsteuer einbehalten. Liegt das zu versteuernde Einkommen über dem Grundfreibetrag von 12.348 €, etwa durch Betriebsrente, Mieten oder Nebenjob, sind Vorauszahlungen üblich.

Kapitalerträge ohne Abzug

Erträge über ausländische Depots, private Darlehen oder Krypto-Gewinne unterliegen keinem Steuerabzug durch eine deutsche Bank. Sie fließen in die Vorauszahlungen ein, wenn die Steuer darauf mindestens 400 € erreicht.

GmbH und UG

Kapitalgesellschaften zahlen Körperschaftsteuer mit Solidaritätszuschlag zu denselben Terminen wie die Einkommensteuer und Gewerbesteuer an die Gemeinde, ohne Freibetrag. GmbH-Rechner

Vier Steuerarten, vier Regeln

Vorauszahlungen gibt es bei der Einkommen-, Körperschaft-, Gewerbe- und Umsatzsteuer. Termine, Empfänger und Mindestbeträge unterscheiden sich.

SteuerTermineanMindestbetragGrundlage
Einkommensteuer10.3., 10.6., 10.9., 10.12.Finanzamt400 € im Jahr, 100 € je Termin§ 37 EStG
Körperschaftsteuer10.3., 10.6., 10.9., 10.12.Finanzamtwie Einkommensteuer§ 31 KStG
Gewerbesteuer15.2., 15.5., 15.8., 15.11.Gemeinde50 € je Termin§ 19 GewStG
Umsatzsteuer10. Tag nach Monat oder QuartalFinanzamtBefreiung bis 2.000 € Vorjahressteuer möglich§ 18 UStG

Wie das Finanzamt die Höhe festlegt

Grundlage ist die Steuer aus deinem letzten Einkommensteuerbescheid, abzüglich einbehaltener Lohn- oder Kapitalertragsteuer (§ 37 Abs. 3 EStG). Das Finanzamt übernimmt diesen Betrag als Jahresvorauszahlung und teilt ihn durch vier. Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer kommen mit derselben Rate hinzu.

Weil der Bescheid oft ein bis zwei Jahre alt ist, passen die Vorauszahlungen nicht immer zur aktuellen Lage. Das Finanzamt darf sie bis zum Ablauf des 15. Monats nach Jahresende anpassen, du kannst jederzeit eine Herabsetzung beantragen. Lohnt sich ein Antrag?

Zu wenig vorausgezahlt?

Dann folgt mit dem Jahresbescheid eine Nachzahlung, fällig einen Monat nach Bekanntgabe. Kommt der Bescheid nach Beginn des Zinslaufs, also 15 Monate nach Jahresende, berechnet das Finanzamt zusätzlich 0,15 % Zinsen pro vollem Monat (§ 233a, § 238 AO). Für das Steuerjahr 2026 beginnt der Zinslauf am 01.04.2028.

Wer eine Rate versäumt, zahlt 1 % Säumniszuschlag je angefangenem Monat, bei Überweisung erst nach drei Tagen Schonfrist. Zinsen berechnen · Säumniszuschlag berechnen

Vorauszahlung nach Einkommen

Einkommensteuer und Solidaritätszuschlag je Termin im Jahr 2026, ohne Kirchensteuer und ohne Steuerabzüge. Jede Zeile führt zur ausführlichen Beispielrechnung.

Zu versteuerndes Einkommenledig je Terminverheiratet je Termin
30.000 €1.054,00 €217,00 €
40.000 €1.802,00 €785,00 €
50.000 €2.637,00 €1.425,00 €
60.000 €3.558,00 €2.108,00 €
80.000 €5.678,89 €3.604,00 €
100.000 €8.028,79 €5.274,00 €
150.000 €13.679,13 €10.182,83 €
200.000 €19.217,88 €16.057,58 €

Alle 68 Beispielrechnungen

Gewerbesteuer-Hebesätze der größten Städte

Datenstand 2024, Statistische Ämter des Bundes und der Länder. Für 404 Städte mit Beispielrechnung und Umlandvergleich.

Alle Hebesätze und Gemeinde-Suche

Ratgeber

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Häufige Fragen

Was ist eine Steuervorauszahlung?

Eine Abschlagszahlung auf die Steuer, die für das laufende Jahr voraussichtlich anfällt. Das Finanzamt setzt sie per Vorauszahlungsbescheid fest, abgerechnet wird mit dem Jahresbescheid.

Wann sind Steuervorauszahlungen fällig?

Einkommen- und Körperschaftsteuer am 10. März, 10. Juni, 10. September und 10. Dezember; Gewerbesteuer am 15. Februar, 15. Mai, 15. August und 15. November; Umsatzsteuer am 10. Tag nach Ablauf des Voranmeldungszeitraums.

Wer muss Steuervorauszahlungen leisten?

Alle, deren Einkommensteuer nicht vollständig über Steuerabzüge erhoben wird und bei denen der letzte Bescheid mindestens 400 € ergab: Selbstständige, Gewerbetreibende, Vermieter, Rentner mit steuerpflichtigem Einkommen, Arbeitnehmer mit hohen Nebeneinkünften.

Wie hoch ist die Steuervorauszahlung?

Ein Viertel der Steuer aus dem letzten Bescheid je Termin, abzüglich Lohn- oder Kapitalertragsteuer, plus Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer. Festgesetzt wird nur, wenn es mindestens 400 € im Jahr und 100 € je Termin sind.

Kann ich meine Vorauszahlungen senken?

Ja, mit einem formlosen Antrag beim Finanzamt und einer nachvollziehbaren Gewinnprognose. Das Finanzamt kann auch bereits gezahlte Raten herabsetzen und erstatten.

Muss ich im ersten Jahr der Selbstständigkeit vorauszahlen?

Das hängt von deiner Gewinnschätzung im Fragebogen zur steuerlichen Erfassung ab. Fehlen Vorauszahlungen, kommen mit dem ersten Bescheid Nachzahlung und Vorauszahlungen für das laufende Jahr oft gleichzeitig.

Wird auf Vorauszahlungen Solidaritätszuschlag erhoben?

Ja, wenn die Einkommensteuer über der Freigrenze von 20.350 € liegt (40.700 € bei Zusammenveranlagung, Jahr 2026). Körperschaften zahlen den Soli ohne Freigrenze.

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Hinweis: Diese Seite erklärt die gesetzliche Lage und rechnet nach den Formeln des Gesetzes. Sie ersetzt keine Steuerberatung im Einzelfall. Verbindlich ist allein der Bescheid deines Finanzamts oder deiner Gemeinde.

Quellen und Stand

Rechtsstand und Daten abgeglichen am 14.10.2026. Für 2024 und 2025 gelten die jeweils damals gültigen Gesetzesfassungen.

Recherche, Rechenkern und Pflege: Redaktion Steuer-Vorauszahlung.de. Jede Zahl prüfen wir vor Veröffentlichung von Hand gegen Gesetzestext oder Statistik. Fehler gefunden? Schreib uns, wir korrigieren sichtbar.

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