Der Juli ist Abgabemonat: Wer seine Steuererklärung für das Vorjahr selbst erstellt, muss sie bis Ende Juli übermitteln. Dazu kommen die Umsatzsteuer für das zweite Quartal und die Grundsteuer für Jahreszahler. Seit Januar 2027 gilt bei der Gewerbesteuer ein Mindesthebesatz von 280 %, das betrifft Gemeinden, die bisher weniger verlangt haben. Im August folgen Umsatzsteuer-Voranmeldung, Lohnsteuer-Anmeldung, Gewerbesteuer-Vorauszahlung und Grundsteuer.
| Datum | Was ist fällig? |
|---|---|
| 01.07.2027Donnerstag | Grundsteuer 2027 als JahresbetragNur wenn bis 30. September des Vorjahres die Jahreszahlung beantragt wurde (§ 28 Abs. 3 GrStG). |
| 12.07.2027Montag, verschoben (Samstag) | Umsatzsteuer-Voranmeldung Juni 2027Monatszahler ohne Dauerfristverlängerung: Voranmeldung übermitteln und Zahllast überweisen (§ 18 Abs. 1 UStG). |
| 12.07.2027Montag, verschoben (Samstag) | Umsatzsteuer-Voranmeldung Mai 2027 mit DauerfristverlängerungEin Monat später dank Dauerfristverlängerung, gegen Sondervorauszahlung. |
| 12.07.2027Montag, verschoben (Samstag) | Lohnsteuer-Anmeldung Juni 2027Pflicht für Arbeitgeber, deren Lohnsteuer im Vorjahr 5.000 € überstieg. |
| 12.07.2027Montag, verschoben (Samstag) | Umsatzsteuer-Voranmeldung 2. Quartal 2027Quartalszahler ohne Dauerfristverlängerung (Vorjahressteuer bis 9.000 €). |
| 12.07.2027Montag, verschoben (Samstag) | Lohnsteuer-Anmeldung 2. Quartal 2027Arbeitgeber mit 1.080 € bis 5.000 € Lohnsteuer im Vorjahr. |
| 02.08.2027Montag, verschoben (Samstag) | Steuererklärungen 2026 ohne SteuerberatungEinkommen-, Körperschaft-, Gewerbe- und Umsatzsteuererklärung 2026 (§ 149 AO). |
Worauf du im Juli achten solltest
- Der 10.07.2027 fällt auf einen Samstag, deshalb verschiebt sich die Fälligkeit auf Montag, den 12.07.2027 (§ 108 Abs. 3 AO).
- Bei Überweisung bleiben drei Tage Schonfrist bis zur Gutschrift, danach kostet jeder angefangene Monat 1 % Säumniszuschlag.
- Mit einem SEPA-Lastschriftmandat zieht das Finanzamt pünktlich ein, das Konto muss am Fälligkeitstag gedeckt sein.
- Die Voranmeldungen werden über ELSTER übermittelt, eine Abgabe auf Papier ist nur auf Antrag in Härtefällen möglich.
Keine Steuerberatung. Abweichende Termine aus Bescheiden, Fristverlängerungen oder Landesfeiertagen gehen vor.